Donnerstag, 8.01.2026
Juhuiii, hallo mein lieber Wörterdieb-Leser🤗
Endlich, endlich ist meine Webseite wieder aufgeschaltet. Du kannst Dir nicht vorstellen, wieviel Ärger ich deswegen in den letzten Wochen hatte. Sogar der Anwalt des Rechtschutzes wurde
meinerseitseingeschaltet, damit ich Dich weiter mit den Wörtern berieseln darf. Jetzt weiss ich wenigstens, woher meine graumelierten Haare kommen😂
Eine kleine Anmerkung noch dazu: Falls Du in den kommenden Wochen plötzlich keinen Zugang mehr auf „Wörterdieb“ erhalten solltest, bitte schreib mir eine kurze Whatsapp oder
Mail,damitichreagierenkann. Herzlichen Dank.
Aber jetzt geht‘s los, halte Dich am Stuhlrand, Tischkante oder an Deinem Nachbarn fest🥳
Südamerika statt Schreibtisch
(10.01.2026-20.02.2026)
Wir testen das Leben nach dem „Muss“.
Der Wecker ist still, der Laptop geschlossen. Wir tauschen den Alltag gegen Abenteuer, das Büro gegen Bananenplantagen und die Kaffeemaschine gegen Kokospalmen. Sechs Wochen lang wollen wir das tun, wofür im Berufsleben nie Zeit war: neugierig sein, staunen, Umwege machen. Südamerika – wir sind bereit für dich (oder glauben es zumindest).
Man sagt, mit 60 wird alles ruhiger. Wir sagen: von wegen! Statt Routine gibt’s Rucksack, statt Terminkalender Zeit. Wir starten unsere Frühpension mit einem Sprung ins Unbekannte – durch Länder, die uns schon lange interessieren und deren Charme wir hoffentlich bald verstehen. Ob das Abenteuer oder Selbstversuch wird, sehen wir unterwegs.
Sechs Wochen Ferien.
Allein dieser Satz fühlt sich ein bisschen nach Waghalsigkeit an. Zum ersten Mal so lange weg von meinen Kindern, meinen Freunden und meinem Zuhause. Jenem Zuhause, das mir bisher zuverlässig nach spätestens zwei Wochen zuflüstert: «So, jetzt reicht’s dann.» Heimweh ist bei mir kein Überraschungsgast – eher ein treuer Reisebegleiter mit festem Zeitplan.
Wie wird das diesmal? Halte ich durch? Oder sitze ich nach 14 Tagen irgendwo zwischen Palmen und Meer und nerve meine Lieben zuhause mit täglichen Facetime-Anrufen? (Nein, nein, keine Angst: ich bin ja schon froh, wenn mein Datenvolumen auf dem Natel für die Wegsuche durch die verworrenen Dschungelpfade ausreicht🫣).
Wir reisen quer durch Mittel- und Südamerika. Mit Flugzeug, Fähren, Motorbooten, Bussen, Taxis, Velos – und erstaunlich oft barfuss. Mal gut organisiert, mal nach dem Motto «wird schon klappen». Zwischen Dschungel und Strand, Grossstadt und Dorfleben, Komfort und Chaos. Es kann also durchaus mal vorkommen, dass ich den Internetzugriff nicht finde und Du etwas länger nichts mehr von mir hörst, gell.
Diese Reise ist also nicht nur ein geografisches Abenteuer, sondern auch ein emotionales. Ein Selbstversuch in Sachen Loslassen und Vertrauen.
*********************
18 Kilo für 6 Wochen – oder: Warum meine Reisetasche immer gewinnt
Sechs Wochen unterwegs. Drei Klimazonen im Kopf. Und eine Reisetasche, die unerbittlich bei 18 Kilo Schluss machen muss. Theoretisch. Praktisch beginnt hier die Verhandlung. Mit mir selbst. Und mit jedem einzelnen Kleidungsstück.
Man legt alles aufs Bett, staunt kurz über den eigenen Optimismus („Das ziehe ich sicher an“) und beginnt dann zu streichen. Erst gnadenlos. Dann emotional. Am Ende bleibt erstaunlich viel übrig – und erstaunlich wenig Platz. Schuhe sind die Endgegner. Bücher ebenfalls. Und irgendwer hat behauptet, man brauche „für alle Fälle“ etwas Elegantes. Für welche Fälle genau, bleibt offen.
Zwischendurch steht man auf der Waage, erst mit Tasche, dann ohne, dann nochmal – nur um sicherzugehen, dass sich die Physik vielleicht doch verhandeln lässt. Spoiler: lässt sie nicht. Die Hälfte davon wird man kaum tragen. Aber genau das falsche Teil fehlt garantiert.

Wie Du unschwer erkennen kannst, bleibt auch im neuen Jahr das Chaos der verschiedenen Schriftgrössen und -arten in meinem Reiseblog bestehen. Man muss ja nicht immer Alles neu erfinden,
oder😬
10.01.2026
Hallöchen🤗
Es ist geschafft; alles (hoffentlich) ist gepackt und die maximale Gewichtsobergrenze von 18kg eingehalten. Milly wurde geknudelt und gestreichelt bis sie mich überdrüssig empfand, die Haustüre geschlossen und los geht unser Abenteuer🐬
Bereits haben Flughafen lösen wir die üblichen Ferien-Missgeschicke ein und begeben uns mit dem «Heidizügli» ans falsche Gate. Man könnte meinen, wir reisen das erstemal🫣.
Alles wieder zurück auf Start, im Gate D. Zum Glück hat unser Flug wegen des starken Schneefalls jetzt bereits 2 Stunden Verspätung und wir haben genügend Zeit für unsere Flughafenrundfahrt😂.
Unsere Reise startet mit einem Direktflug von Zürich nach Cancun (Mexiko). Dort werden wir uns aber nur ein paar Stunden Schlaf in einem Flughafenhotel gönnen, bevor die Reise am nächsten Tag mit einem kleineren Flieger erst nach Belize-Stadt und von dort nach Placencia fortgesetzt wird.
Ich melde mich also frühestens am 11.01.2026 abends wieder, sobald wir in Placencia unseren nächsten Aufenthaltsort aufgesucht haben.
Tschüüss👋🏻
Samstag, 10.01.2026 22.00h bei mir
Sonntag, 11.01.2026, 04.00h bei Dir
Puuh, das war eine seeehr lange Anreise. Der Flug konnte in Kloten wegen des schlechten Wetters erst mit mehreren Stunden Verspätung starten. Uns blieb nichts anderes übrig als uns gemütlich im Flieger einzunisten.
Der Flug an und für sich verlief mit Ausnahme einer halbstündigen Turbulenzzeit gut. Aber jetzt, nach mehr als 15 Stunden im Flieger, freue ich mich auf die Landung in Cancun, endlich frische Luft und die Aussicht bald, bald ein paar Stunden Schlaf ergattern zu können😴.
Du fragst, warum ich nicht im Flieger geschlafen habe? Berechtigter Einwand. Ich kann Dir darauf keine befriedigende Antwort geben. Vielleicht bin ich einfach zu aufgeregt🤔 oder vom Bordentertainment überfordert😂.
Jetzt muss ich mich bereit machen; die Landung steht an.
Ich wünsche Dir einen erholsamen Sonntag.
Bis bald, denn morgen Sonntag geht die Reise bereits weiter😉
Sonntag, 11.01.2026
Guten Morgen😊
Heute geht’s nach einer kurzen Nacht mit ko-artigem Tiefschlaf weiter. Wieder zurück zum Flughafen, wo wir diesmal mit der mir bis anhin unbekannten Tropicair Mexiko bereits wieder verlassen. Cancun diente uns als Ausgangspunkt für die Weiterreise; erst nach Belize-Stadt und anschliessend nochmals ein kurzer Flug nach Placencia, im Süden des Landes.
Es bringt eigentlich gar nichts, Dich über meine Zeitverschiebung zu orientieren; die ändert sich sowieso alle paar Tage😳.
Damit Du mir aber aus Langeweile, weil ich immer noch auf der Anreise bin, nicht einschläfst:
Hier ein paar Sätze für Dich über das Land Belize:
· Belize ist das einzige englischsprachige Land in Mittelamerika.
· Belize hat die geringste Bevölkerungsdichte Mittelamerikas, denn hier leben ca. 18 Einwohner pro Quadratkilometer.
· Belize ist eine ehemalige britische Kolonie und hieß bis 1973 noch Britisch-Honduras.
· Belizer:innen leben nach dem Motto „Go & Drive Slow“: Im gesamten Land gibt es nur 7 Ampeln.
· Zu Belize gehören über 1.000 Inseln, genannt Cayes, die im Karibischen Meer liegen.
· Belize verfügt über das zweitgrößte Riff-System der Welt, das Belize Barrier Reef, das sich über 260 Kilometer erstreckt und zum
UNESCO-Weltnaturerbe zählt.
· In Belize leben die meisten Jaguare weltweit.
· Die Garifuna Musik ist hier Tradition und vielleicht der bekannteste kulturelle Exportartikel von Belize: weltberühmt geworden durch Andy
Palacio & The Garifuna Collective.
· Belizes Küche ist köstlich, typisch karibisch und doch sehr individuell: Hummer, Fischsuppe, chinesische und indische Gerichte kommen
hier auf den Teller.
· Das Land setzt sich sehr stark für Nachhaltigkeitein, insbesondere, um Flora und Fauna zu schützen.
Sonntag, 11.01.2026
Hoi mein lieber Leser:in😊
Ich hoffe, Du hattest ein erholsames Wochenende und hältst die Grippenviren weiterhin von Dir fern☘️
Als wir heute zur Weiterreise die Fahrt zum Flughafen angingen, hatte ich ein Déjà-vue: Die TropicAir, welche uns sicher nach Belize fliegen soll, hat ihren Standplatz nicht beim internationalen Flughafen, wie auf dem Ticket steht, sondern auf einem privaten Flugplatz. Zum Glück hat dies unser Taxifahrer rechtzeitig bemerkt.
Ein Déjà-vue war es, weil wir in Buenos Aires aus demselben Grund durch die ganze Stadt «rasen» mussten und den Flug trotzdem verpassten👀.
Ich bin froh, wenn unsere Anreise heute weitergeht und wir den Ausgangspunkt zum Abenteuer erreicht haben, Placencia im Staat Belize.
Bis bald aus Placencia👋🏻



11.-13.01.2026 Placencia
Hier werden wir erstmal für 2 Nächte bleiben, ankommen, verschnaufen von der langen Anreise. Auch merke ich, dass ich nun ein, zwei Gänge runterschalten muss um die neue Umgebung, die bevorstehende lange Reise auf mich einwirken lassen zu können.
Aber Placencia liegt dort, wo man automatisch langsamer wird. Vielleicht, weil die Strasse endet. Vielleicht, weil alles andere hier einfach keinen Stress hat. Dieses kleine Dorf in Belize schiebt sich wie ein schmaler Gedanke zwischen Karibik und Lagune – mehr Strand als Ort, mehr Gefühl als Sehenswürdigkeit.
Bunte Häuser, sandige Wege, Fischerboote, die aussehen, als hätten sie Geschichten zu erzählen, und Abende, die leise nach Rum, Salz und Musik klingen. Placencia will nichts von dir. Aber wenn du bleibst, gibt es dir erstaunlich viel zurück.
Wir haben uns im Hotel The Ellysian einquartiert, erstmal eine erfrischende Dusche genossen und sind gespannt, was wir heute zu Nachtessen werden. Der Hunger ist zwischenzeitlich übermächtig geworden, so dass wir wahrscheinlich nur noch um die „Hausecke“ nach einem Restaurant suchen werden.
Morgen, in neuer Frische, werde ich dann die Umgebung, Placencia erkunden und Dir hoffentlich über ein paar interessante Begegungen berichten können.
Tschüss, Dein Wörterdieb.
Montag, 12.01.2026:
Zuerst und am wichtigsten: Meinen Lieben zu Hause gaanz gute Besserung☘️😘
Der Jetlag steckt mir immer noch in den Knochen. Ich bin seit Stunden wach und warte sehnsüchtig darauf, dass das Leben draussen seinen Lauf nimmt und es irgendwo einen Kaffee gibt. Auch wenn er scheusslich schmeckt.
Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch, die Temperaturen angenehm warm und der Himmel zeigt sich bedeckt Es kann also durchaus sein, dass wir im Verlauf des Tages ein oder zwei tropische Regenschauer zu spüren bekommen.
Bunte Häuser, sandige Wege, Fischerboote, die aussehen, als hätten sie Geschichten zu erzählen, all dies und vielem mehr begegnen wir auf dem Weg ins «Dorf» auf der Suche nach einem Café.
Ich schicke Dir nachstehend ein paar Fotos; es würde Dir hier bestimmt auch gefallen😊.
Nach einem kleinen, feinen Frühstück spazieren wir noch ein wenig umher und platzieren uns dann am Pool. Ab morgen werden wir mit einem Mietauto quer durch Belize fahren und es gibt noch einiges zu organisieren👍.
...und weil es so schön war, hier noch ein paar Eindrücke aus dieser hippigen Kleinstadt:
Dienstag, 13.01.2026:
Wunderschönen guten Morgen😊
Immer noch heissts: 5 Uhr Tagwach🫣. Aber heute passt das gerade so ins Tagesprogramm. Es heisst wieder: Alles einpacken, weiter geht die Reise.
Wir holen unser Mietauto ab und machen uns auf ins Abenteuer. Unser heutiges Tagesziel ist Sao Ignacio. Die Fahrt in diesen mitten im Regenwald liegenden kleinen Ort versüssen wir uns mit einer Route, welche zuerst dem karibischen Strand und den vielen, kleinen, bunten Häusern entlang führt bevors dann Richtung Dschungel geht.
San Ignacio ist die Hauptstadt der Provinz Cayo. Sie hat gemeinsam mit dem kleineren Santa Elena 21.111 Einwohner.
Die Stadt dient als Basis für die Erkundung von Maya-Stätten (wie Xunantunich) und Naturwundern (Höhlen, Flüsse), was es zu einem beliebten Ziel für Abenteuerurlauber macht. Da stellt sich mir doch gleich die Frage: Bin ich wirklich ein Abenteuerurlauber? Mal schauen; ich lass mich einfach mal darauf ein💪.

Dienstag, 13.01.2026
Ganz leise grüsse ich Dich aus dem Dickicht des Dschungels. Bei mir ist es jetzt kurz vor 18h und Du bist wahrscheinlich zu Hause im wohl verdienten Erholungsschlaf.
Wie bereits erwähnt haben wir heute Morgen unser Mietauto entgegengenommen und nach ein paar kurzen Sicherheitsinformationen über den Strassenverkehr in diesem Land starteten wir unsere Fahrt nach San Ignacio. Wir machten einen kleinen Zwischenstop an der einfach fantastischen, karibischen Küste im kleinen Dorf Hopkins, wo wir uns mit Wasser eindeckten und schon gings weiter.
Auf unserem Weg sollten wir auch Belmopan durchfahren, die Hauptstadt von Belize. Aber entweder sind wir an Belmopan vorbeigerast (Roli sass ja am Steuer😬) oder die Haupstadt besteht nur aus ein paar Häusern und wir habens verpasst. Ist aber nicht so schlimm. Wir haben genügend Eindrücke von dieser wunderschönen, tropischen Natur gesammelt und haben bei unserer Weiterreise in ein paar Tagen nochmals die Möglichkeit die Hauptstadt zu erkunden.
Bei unserer Lodge, wirklich mitten im Regenwald, angekommen, checken wir ein und: juhuii! Wir erhalten ein Upgrade.
Wir stellen nur kurz unser Gepäck in das Holzhäuschen und fahren gleich wieder los. Wir besuchen den lokalen Markt und anschliessend noch die Maya Stätte Cahal Pech.
Die vielen Eindrücke, die Autofahrt und natürlich auch das feuchte Klima führen schliesslich dazu, dass ich mich ziemlich müde unter die lang ersehnte Dusche schleppte. Währenddessen ergiesst sich draussen ein richtiger Tropen-Regenschauer und lässt die vielen Tropfen auf unserem Dach ziemlich laut „Musik“ machen.
Ich schicke Dir nun noch ein paar Eindrücke des heutigen Tages. Denn nach dem Abendessen werde ich bestimmt nicht mehr lange genug wach sein, um noch daran zu denken🥱.
Ach übrigens, noch eins: Morgen bin ich wieder den ganzen Tag unterwegs. Pass auf Dich auf; halte Dich warm und gesund.
Bis bald🤗

Mittwoch, 14.01.2026:
Hallöchen👋🏻
Wir hatten heute früh Stromausfall in der Lodge. Es dauerte aber nicht so lange; ich konnte mich also nicht um den Kaffe drücken😵💫.
Das muss auch mal gesagt werden: die Menschen hier in diesem wunderschönen Land sind sehr warmherzig und zuvorkommend.
Heute stand der Besuch des Xunantunich, Kulturstätte der Maya, auf unserem Programm.
Ein paar Kilometer westlich von San Ignacio, kurz vor der guatemaltekischen Grenze, erhebt sich Xunantunich wie eine steinerne Erinnerung aus dem grünen Meer des Dschungels. Schon die Anreise ist ein kleines Abenteuer: Mit einer handbetriebenen Fähre gleitet man über den Mopan River – und lässt dabei die moderne Welt leise hinter sich.
Die gewaltige Hauptpyramide El Castillo ragt rund 40 Meter in den Himmel. Wer die Stufen erklimmt, wird mit einem atemberaubenden Blick über Belize und Guatemala belohnt – Nebel, Baumwipfel und uralte Steine verschmelzen zu einer fast magischen Kulisse. Besonders beeindruckend sind die fein gearbeiteten Stuckreliefs, die Götter, Herrscher und Mythen der Maya erzählen.
José, ein symphatischer lokaler Guide, führt uns durch die riesige Anlage und berichtete uns spannende und interessante Geschichten über die hochstehende Kultur der Mayas. Aber das weisst Du ja bereits von meiner Mexikoreise, dass ich dieses Volk brutal, aber interessant finde.
Danach entschliessen wir uns dem «Green Iguana Conservation Project» (eine Auffangstation für verletzte Leguane) einen Besuch abzustatten.
Dieses engagierte Naturschutzprogramm, das seit 1996 im San Ignacio Resort Hotel beheimatet ist, hat sich der Erhaltung der grünen Leguane verschrieben – einer heimischen Art, die früher häufig gejagt wurde und heute geschützt ist.
Wir haben auch hier wieder viele Informationen erhalten und durften sogar in die einzelnen Gehege.
Sobald die Tiere fit sind, werden sie wieder in die Wildnis entlassen.
Dieser spannende und interessante Tag macht uns hungrig. Wir bestellen uns je eine kleine Portion von uns unbekannten Menus in einer kleinen Bar und treten danach satt und müde unseren Rückweg zur Lodge an.
Bereits morgen früh heissts wieder: Alles packen, Auto laden, weiter geht das Abenteuer☺️.
Donnerstag, 15.01.2026:
En liebe Gruess us nirgendwo oder irgendwo in Belize😬
Heute Morgen stand uns die Fahrt ans nächste Ziel: Orange Walk Town, auf dem Tagesprogramm. Dieser Ort liegt im Norden des Landes und wir haben die Route so gewählt, dass wir nochmals die Hauptstadt Belmopan aufsuchen konnten. Und das ist uns diesmal auch gelungen. Google Maps sei Dank😂 . Der Name wurde aus den Wörtern Belize und Mopan, einem örtlichen Fluss, zusammengesetzt.
Wir nutzten die Gelegenheit und suchten den örtlichen Markt auf. Der war soo gross, dass wir nach drei Minuten bereits wieder im Auto sassen und weiter fuhren🤭.
Unser nächster Zwischenstopp: der Zoo von Belize. Der Zoo ist sehr hübsch angelegt, die Tiere haben gute, artgerechte Lebensbedingungen und auch hier werden verletzte und ausgesetzte Tiere aufgenommen, gepflegt und wenn möglich wieder in ihre natürliche Umgebung entlassen.
Wie immer habe ich Dir anschliessend noch ein paar Bilder dazu.
Für einen kleinen Snack und eine Erfrischung stoppten wir nach dem Zoobesuch in einem kleinen Café, welches laut Google, als «gut» bewertet wurde. Ich jedenfalls habe nur einen Biss probiert und mich umgehend dazu entschlossen, stattdessen den Vorrat meines Hüftgolds anzugehen😂.
Auf gut Deutsch: ich habe das Essen stehen gelassen, es hat mich überhaupt nicht geschmeckt. Und unterwegs im «Gügihü» eines fremden Landes bin ich doppelt heikel und vorsichtig.
Die Autofahrt zog sich noch ein wenig dahin, bis wir schlussendlich in Orange Walk im Hotel «bist Du überhaupt betriebstauglich?» angekommen sind. Von hier, in einem mehr als in die Jahre gekommenen Unterkunft, werden wir uns die nächsten zwei Tage die Umgebung anschauen. Nach einer gerne erzählten Geschichte, die allerdings historisch nicht verbürgt ist und somit zur lokalen Folklore gehört, erbauten die ersten Siedler eine Kirche und bepflanzten den Kirchenweg zu beiden Seiten mit Orangenbäumen. Auf diese Weise wurde der neu entstehende Ort bekannt als Orange Walk.
Aber jetzt erstmal die versprochenen Bilder gell.
Bis murn, tschüüss👋🏻
Freitag, 16.01.2026:
Heute stand der erste Wäschetag auf dem Programm. Morgen geht’s weiter an die karibische Küste, da wird ein anderer Teil der mitgebrachten Kleider benötigt und die dschungeltauglichen «allwettertaft», modischen🤭 Kleider wandern erst mal in die Wäsche und danach zuunterst in die Reisetasche.
Nach dem Sortieren und Starten des Waschvorgangs fuhren wir zum Frühstück in die Stadt.
Eigentlich stand heute ein Tagesausflug auf dem Boot mit erneuter Mayakultur auf unserem Programm. Das haben wir jedoch kurzerhand und einstimmig über Bord geworfen und uns für einen spontanen Roadtrip entschlossen.
Zuerst natürlich durch Orange Walk, welches geprägt ist von Zuckerrohrplantagen. Danach gings gefühlte endlose Kilometer Richtung
Corozal.
Die Stadt hat rund 9800 Einwohner (Stand 2010) und ist die Hauptstadt des Corozal District. Corozal Town wurde im Jahr 1848 von Flüchtlingen des Kastenkrieges in Yucatán gegründet. Im Jahr 1870 wurde das Fort Barlee errichtet und Corozal wurde Garnisonsstadt.
Am 27. September 1955 wurde die Stadt vom Hurrikan Janet getroffen und schwer beschädigt. Es blieben nur etwa zehn Häuser stehen und die Stadt musste neu aufgebaut werden. Bei dem Hurrikan kamen 16 Personen in Corozal ums Leben.
Wir wollten uns das Kulturhaus genauer anschauen, etwas über die lokale Musik, Mode, Politik erfahren. Aber entgegen den Informationen auf der Homepage, war das Gebäude geschlossen. Schade😕
Weisst Du noch, dass ich Dir erzählt habe, dass es im ganzen Land nur 7 Strassenampeln gibt? Du glaubst es nicht, aber tatsächlich zwei davon sind uns auf der heutigen Fahrt begegnet🤓.
Du merkst es; heute war ein ruhiger Tag, es gibt nicht viel zu erzählen.
Morgen geht’s nach Belize City, wo wir das Mietauto wieder abgeben. Danach eine kurze Taxifahrt an den Hafen und mit einem Schnellboot zu unserem nächsten Ziel. Mehr verrate ich jetzt noch nicht😉.

Samstag, 17.01.2026
Hallo mein lieber Leser,👋🏻
ich hoffe, Du geniesst Dein verdientes Wochenende und es geht Dir bestens☘️. Es ist ja bereits Sonntag bei Dir🫣, vergesse ab und an die Zeitverschiebung äxgüsi.
Wie ich Dir bereits erzählte, haben wir heute unser Mietauto in Belize City retourniert.
Die Stadt Belize City haben wir bewusst nicht in unsere Reiseplanung aufgenommen; zu hoch ist die Prokopf-Mordrate😳.
Belize City hat touristisch gesehen sowieso wenig zu bieten – viele Besucher passieren die Stadt nur als Transitort, z. B. auf dem Weg zum Flughafen oder zu den Cayes, wie wir.
Ups🤭 jetzt habe ich Dir bereits einen Tipp verraten, wo sich unser nächster Stop befindet.
Von der Autovermietung geht’s mit einem Taxi zu einem sehr, sehr kleinen Hafen. Dort erwartet uns ein Schnellboot, welches uns nach 30-minütiger Fahrt über paradiesisch blaues Wasser, nach Shaka Caye führt. Auf dieser kleinen Insel werden wir uns die nächsten paar Tage umschauen.
Die Cayes von Belize sind weit mehr als hübsche Postkartenmotive. Sie sind das Herzstück des Landes. Entlang des Belize Barrier Reef – dem zweitgrößten Korallenriff der Welt – schützen sie die Küste, erhalten die Artenvielfalt und sichern vielen Menschen ihren Lebensunterhalt. Fischerei, Tourismus und Naturschutz greifen hier ineinander.
Shaka Caye ist eine kleine Insel vor der Küste Belizes, die für ihre ruhige Atmosphäre, weißen Sandstrände und Wassersportaktivitäten bekannt ist. Historisch gesehen ist sie Teil der Geschichte Belizes. Shaka Caye selbst hat keine prominenten historischen Ereignisse.
Noch ein paar Eindrücke für Dich nachfolgend. Ich finde es unglaublich, welche Gegensätze dieses eigentlich kleine Land wirtschaftlich, landschaftlich und auch sicherheitstechnisch ausweist.
Sonntag, 18.1.2026:
Buenos dias🤓
Viel zu erkunden gibt es hier auf dieser Miniinsel nicht.
Das Wetter passt sich unserem Tagesprogramm an. Es ist bedeckt, windig und immer wieder öffnet der Himmel seine Schleusen um so richtige, tropische Regengüsse auf uns fallen zu lassen: ideal, uns um die Planung der Weiterreise zu kümmern.
Und nebenbei bemerkt, habe ich ein Kartenspiel für Schlechtwetter-, Transfer- und sonstige Wartezeiten dabei😬.
Es nennt sich «Reiseabenteuer» und beinhaltet 50 (meist) lustige Aufgaben, welche es zu lösen gilt. Wir lösen jeweils so zwei Aufträge und verstauen das Spiel wieder in der Reisetasche bis zum nächsten Anfall von Langeweile.
PS: bis heute haben wir 4 Aufgaben gelöst, also Langeweile kommt selten auf😂.
Noch ein paar kurze Infos über unseren aktuellen Aufenthaltsort:
Shaka Caye hat die Grösse von etwa 4 Fussballfeldern.
Übrigens: Hast Du die Leguane auf den Bildern gesehen? Ich habe nicht schlecht gestaunt, als mir diese riesigen Urtiere beim Inselrundgang begegneten. Die beiden heissen übrigens Tod und Rod. Aber keine Ahnung, wer nun wer ist👀.
Die Leguanpopulation auf Shaka Caye startete vor etwa 13 Jahren, als ein Männchen und ein Weibchen auf die Insel gebracht wurden. Seitdem haben sich die Leguane vermehrt und eine kleine, aber sichtbare Population von harmlosen Tieren geschaffen.
Um die Mittagszeit kämpft sich die Sonne kurz durch die Wolkendecke. Wir nutzen diesen Zeitraum, schnappen uns ein Kajak und fahren gemütlich und überraschend gekonnt durch die Mangroven, einmal um die Insel. Laut einem hiesigen Angestellten, «sollte» es in der näheren Umgebung «eigentlich» keine Krokodile haben😳.
Jemand von zu Hause hat mich gestern angeschrieben und gefragt, was es denn hier in Belize so zum Essen gibt. Diese Frage werde ich sogleich beantworten. Aber erstmal: Falls Du irgend etwas wissen möchtest, Du neugierig bist und ich habe es unterlassen, darüber zu berichten.., schreib mir, gell, ich versuche auch rasch möglichst zu antworten💪
Also zurück zur hiesigen Esskultur (die wir auch wirklich täglich auskosten und probieren👍): Frühstück mit viel frischem Obst, Eiern, Toastbrot, manchmal, falls es welchen gibt, Schinken begleitet von frischem Fruchtsaft und katastrophalem Kaffee.
Mittagessen: Hühnchen, Fisch oder alles was sonst so im Meer lebt, Reis, schwarze Bohnen, Salat, div. Fleischarten (für dieses Lebensmittel bin ich zu unqualifiziert um genauere Auskünfte zu geben😂).
Abendessen: Eigentlich dasselbe wie beim Mittagessen, nur eventuell schöner angerichtet😉.
Kurzum, ehrlich und geradeaus: das Essen schmeckt fantastisch und bis heute («Holz alange») hatte auch keiner von uns beiden irgendwelche Nachwirkungen davon.
Ich wünsche Dir morgen einen positiven, guten Wochenstart💪😘
Montag, 19.01.2026:
Hallöchen in die Schweiz🤗
Heute gibt’s hier nicht viel zu lesen. Wir machen einen Faulenzer-Lesetag😎
Morgen ist Weitereise-Tag mit Schiff, Fähre usw. auf eine andere Insel. Dort werden wir die letzten Tage in diesem wunderschönen Belizeverbringen bevor wir dann ein anderes Land erkunden.
Wir hören uns also am Dienstag oder Mittwoch wieder.
Bis dahin wünsche ich Dir eine kurzweilige, schöne Zeit.😚
Dienstag, 20.01.2026:
Heute morgen waren wir nur noch 4 Gäste auf der ganzen Insel🤭
Die Abfahrt mit dem Boot zurück aufs Festland, Belize City, startete pünktlich um 9.45h. Nach 30 Minuten Schiffahrt war ich völlig durchnässt. Der Wind liess die Gicht meterhoch und direkt ins Boot zu mir werfen; schliesslich sass ich zuvorderst😂. Aber alles halb so schlimm.
Oh, weisst Du was? Wir kamen in den Genuss von einem streckenweisen Begleitservice: zwei Delphine folgten uns ein kleines Stück des Weges. Was für ein eindrücklicher Moment🥰.
Am Port von Belize gaben wir unsere Reisetaschen auf und lösten die Tickets für die Fähre nach Caye Caulker (gehört noch zum Land Belize). Genau👍 Das ist unser nächster Reisestopp, den wir für 3 Tage unter die Lupe nehmen möchten.
Die Fahrt nach Caye Caulker dauert ca. 45 Minuten und verläuft problemlos. Jetzt, auf dieser Fähre, wo ich mich nicht mehr wie in einer Autowaschanlage fühle, geniesse ich jede Minute der Überfahrt auf dem karibischen Meer; einfach wuunderschön🤩.
Im Hotel einchecken, duschen und die Insel erkunden. So lautete der Plan. Aber erstmal mussten wir feststellen, dass der vorherige Gast in unserem Zimmer die Batterien aus beiden Geräten für die Klimaanlagen geklaut hat👀.
Wir melden es der Reception und machen uns auf Erkundungstour. Die ersten Eindrücke sind ernüchternd und zugleich ein wenig erschreckend. Es ist, als ob ein Hurrikan die Insel vor Jahren heimgesucht hat und niemand hat es für notwendig gefunden aufzuräumen. Oder ein anderes Synonym für das Erscheinungsbild der Insel: ein Ballermann voller angetrunkener Amerikaner.
So schnell möchte ich Caye Caulker aber dann doch nicht schubladisieren. Wir werden morgen, zu Fuss oder mit dem Velo, die Insel umrunden und dann nochmals über die Bücher gehen, ob es uns hier gefällt oder nicht.
Bis dahin wünsche ich Dir zuhause eine gute Nacht und sende noch ein paar Bilder des heutigen Tages.
👋🏻😘
Mittwoch, 21.01.2026:
Seit 11 Tagen bin ich nun unterwegs und erst einmal kurz im Meer schwimmen. Es herrscht hier Dauerwind. Und wenn es mal nicht winden sollte, regnet es. Nun, der Schwerpunkt der Reise liegt ja nicht im Schwimmen in herrlich karibischen Gewässern (oder😬) und es stehen noch viele Tage an, an dem das Baden umsetzbar sein könnte. Ich trage ja nicht umsonst meine ganze Schnorchelausrüstung um die ganze Welt👀.
Wir schieben heute wieder mal einen Wäschetag ein und machen uns auf die Suche nach einer Wäscherei.
Danach ziehen wir die Regenjacke an und machen uns auf einen Spaziergang bis zur Stelle «Split». Dort, wo der Hurrikan einst die Insel teilte.
Zurück in der Unterkunft lassen wir das Regenwetter draussen und konzentrieren uns stattdessen auf den kommenden Freitag. Es gibt noch einiges an Bürokratie zu erledigen, bevor wir das Land Belize verlassen und weiter Richtung Südwesten, in ein anderes Land in Mittelamerika reisen.
Donnerstag, 22.01.2026:
Gestern Abend erlebten wir sintflutartigen Regen. Kein Wunder sind die meisten Gebäude im ganzen Land auf Stelzen gebaut.
Wir haben den Besuch der Wäscherei auf heute verschoben. Es reichte vollkommen aus, zu Fuss zum Restaurant zu gelangen. Die Golfcars (hiesige Taxis) arbeiten bei schlechtem Wetter nicht👀. «Pflotschnass» trafen wir beim Italiener ein. Ja richtig: ein waschechter Italiener verwöhnte uns mit selbst gemachten Pastas. Ich durfte sogar einen Blick in die kleine Küche werfen.
Das ausgezeichnete Essen entschädigte uns für das andauernde schlechte Wetter. Du wirst es nicht glauben: Es gab zum Abschluss einen wirklich guten Espresso. Was für ein Genuss🤩.
Die Wäsche ist abgeholt. Fazit: -1 Slip meinerseits; sonst ist alles bestens. Mit Verlust muss gerechnet werden😬.
Das schlechte Wetter hält sich noch hartnäckig bis Mittag. Dann, urplötzlich, klart der Himmel auf und die Sonne scheint mit aller Kraft. Schnell eincremen und raus. Wir spazieren zum «Split». Du erinnerst Dich? Die Stelle, wo der Hurrikan die Insel entzweite. Dort nehmen wir eine Fähre und setzen über. Weiter geht der Spaziergang, wir wollen bis ans Ende. Irgendwo, irgendwann gönnten wir uns eine Abkühlung. Nicht weit von uns entfernt, sonnte sich ein Krokodil, der kleine Hund des Barbesitzers jagte einen Leguan… also ein ganz alltäglicher Wörterdieb-Spaziergang😂.
Wir setzten den Ausflug noch ca 2 km bis zum Endziel fort.
Nach einer erneuten Antidurst-Kampagne gings den ganzen weiten Weg wieder zurück zum Flossmann. Man wartet einfach am vorher vereinbarten Treffpunkt an der Meeresküste und schon nach ein paar Minuten taucht das Floss auf. Einen Fahrplan sucht man vergebens.
Jetzt noch das letzte Wegstück, nur noch 1.5 km, zurück zur Unterkunft. Schnell Badesachen anziehen und wie der Blitz zum Pool. Ja, Pool, nicht Meer😳. Es gibt auf der ganzen Insel nur einen Badestrand und der ist, wen wunderts, nicht bei uns um die Ecke. Trotzdem ist es schön, einmal das mitgebrachte Bikini tragen zu können😎 und die Abkühlung vom Pool und nicht vom Regen zu geniessen.
Morgen reisen wir weiter. Bereits um 7h geht’s zum kleinen, örtlichen Flughafen. Von dort fliegen wir zurück nach Belize City. Den ganzen Papierkrieg für die Ausreise und die ganze Bürokratie für die Einreise ins nächste Land hat Roli (nochmals lieben Dank) bereits erledigt.
Gut erkannt👍 Nach knapp zwei Wochen verlassen wir das wunderschöne Belize und freuen uns auf neue Abenteuer: in Panama🤗.
Von Belize City geht’s mit dem Flieger nach Panama City, wo wir dann morgen Freitagabend, ankommen werden.
Wir hören uns das nächstemal aus Panama.
Panama liegt in Mittelamerika, eingeklemmt zwischen Costa Rica und Kolumbien. Ein schmales Land – aber mit zwei Meeren: Karibik im Norden, Pazifik im Süden. Dazwischen Dschungel, Berge und natürlich der berühmte Panamakanal.
Hoffe, Du bist genauso neugierig wie ich auf dieses Land☘️
Oh, das habe ich fast vergessen: an meine Familie: in Panama befinde ich mich wieder in einer anderen Zeitzone (noch -6 Std).
Pfuus guet😘
Freitag, 23.01.2026:
Wunderschöne guete Obig min liebe Leser😊
Überaus pünktlich holt uns das Taxi (Golfcar) für die kurze Fahrt zum Flughafen ab.
Schau Dir das Foto von der «Boardingkarte» an; sehr speziell😂.
Der Flug hat aus irgendwelchen Gründen Verspätung und wir hoffen einfach, dass wir den Anschlussflug nach Panama nicht verpassen.
Es war ein kurzer, schöner Flug bei wunderschönem Wetter.
Am kleinen Flughafen von Belize City eingetroffen , holten wir uns Gepäck und machten uns frohen Mutens auf zum Checkin-Schalter für den Weiterflug nach Panama. Und hier hiess es für uns: Stop!
Wir müssen ein Ticket für die Ausreise aus Panama vorweisen. Das haben wir vorher bereits abgeklärt und dachten, der gebuchte Rückflug aus Jamaika in die Schweiz sei genügend Beweis, dass wir Panama verlassen und nicht hier untertauchen möchten👀.
Weil wir jedoch unsere Weiterreise noch nicht fertig geplant haben, dies eigentlich spontan entscheiden wollten, können wir kein Ticket vorweisen, dass uns von Panama wegbringt und das Checkin wird uns verweigert. Punkt.
Wir ziehen uns kurz aus dem Gewusel der Menschenmenge zurück, besprechen uns für 30 Sekunden und buchen spontan und völlig ohne Druck👀 einen Weiterflug nach Cartagena, Kolumbien.
😂. Tja, es bleibt also weiterhin spannend. Kolumbien steht sowieso auf meiner To do-Liste🤷♀️.
Ursprünglich wäre ja, wie vorhin erwähnt, die letzte Destination Montego Bay, Jamaika, gewesen. Aber die Sicherheitslage nach dem Hurrikan vom Januar ist sehr kritisch. Somit ist Kolumbien doch eine ausgezeichnete Alternative😎
Sodeli, nun heissts erneut in die Schlange stehen und darauf hoffen, dass uns Panama nun herzlich willkommen heissen wird✊
Wir habens geschafft👍 und fahren mit «gwundrigen» Blicken mit dem Taxi durch die uns unbekannte Grossstadt zu unserer nächsten Unterkunft, das Hotel Plaza Herrera.
Das Hotel Plaza Herrera in Panama City ist eng mit der Geschichte des Platzes verbunden, der nach General Tomás Herrera benannt ist, einem wichtigen Unabhängigkeitskämpfer, wobei der Platz selbst eine reiche Vergangenheit als Stierkampfarena hatte und heute ein historischer Treffpunkt ist, der die kolonialen Wurzeln der Stadt atmet und das Hotel, insbesondere durch sein Restaurant, zu einem Teil dieser lebendigen Geschichte macht.
Das Hotel Plaza Herrera liegt direkt an diesem historischen Platz. Seine Geschichte spiegelt die Entwicklung des Viertels wieder, das als Teil der Altstadt (Casco Viejo) von Panama City zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Es ist ein Beispiel dafür, wie historische Gebäude renoviert wurden, um den Tourismus und die Gastronomie zu fördern.
Ab unter die Dusche und ein wenig die Umgebung erkunden.
Morgen heissts früh aus den Federn: die Besichtigung des weltberühmten Panamakanals steht auf dem Programm.
Tschüss, schönes Wochenende🤗

Samstag, 24.01.2026:
Hoi mein lieber Leser😊
Ich hoffe, du hast ein wunderbares Wochenende und bist gesund☘️
Diese Nacht bin ich zum erstenmal, nach x-Unterkunftwechsel, auf der Suche nach der Toilette, im dunklen Zimmer falsch abgebogen und in die Fensterscheibe gelaufen😂.
Gestern Abend wurde es trotz unserer Müdigkeit noch spät. Dieser Teil von Panama ist einfach toll💃🏼. Soviele trendige, coole, kleine Bars, tolle Restaurants mit Livemusik, Plätze mit Strassenkünstlern uvm.
Heute, Samstag, stand mit Get your Guide der Panama Kanal mit den Schleusen auf dem Programm. Leider hat mein Kreislauf die Handbremse gezogen und wir haben den Ausflug abgebrochen. Sehr, sehr schade😔. Wahrscheinlich braucht es ein bisschen Angewöhnungszeit an die über 40 Grad heissen Temperaturen und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit.
Eine Erholungspause zurück im Hotel und mir geht’s wieder besser👍.
Ich kann Dir zwar keine tollen Bilder von diesem Jahrhundert-Kunstwerk Panamakanal liefern, aber einige Fakten als kleine Entschädigung:
Der Panamakanal ist keine gerade Linie durchs Land, sondern ein erstaunlich kluges Um-die-Ecke-Denken. Statt Meeresspiegel zu verbinden, hebt und senkt er Schiffe über 26 Meter – mitten durch Regenwald, Seen und Hügel. Eine Abkürzung, die der Welt bis heute Zeit, Geld und viele Seemeilen spart.
Was auf der Karte unspektakulär wirkt, ist in Wirklichkeit ein hochpräzises Zusammenspiel aus Wasser, Beton und Geduld.
Die Schleusen, die eigentlichen Stars des Kanals, dienen als Fahrstuhl für die Ozeanriesen.
Riesige Betonkammern, in denen Schiffe langsam angehoben oder abgesenkt werden.
Früher wurden die Schiffe von kleinen Elektroloks, den berühmten „Mules“, seitlich geführt. Heute übernehmen das meist Schlepper.
Über 20'000 Menschen verloren ihr Leben beim Bau des Kanals.
Eine Durchfahrt dauert ca 10 Stunden (anstelle der Umfahrung des Kap Hoorns, welches 4 Wochen beansprucht😳).
Die Kosten für die Kanaldurchfahrt variieren je nach Grösse des Schiffes von CHF 100'000 bis zu über 1 Mio. Wahnsinn gell🫣.
Für heute Abend haben wir uns etwas Spezielles überlegt. Wir haben über unsere Hotelreception schon vor Wochen eine Reservation im schönsten Rooftop der Stadt organisiert. Ich liebe Rooftops, das weisst Du ja bereits. Und diese hier befindet sich im 62. Stock😬. Wir haben unsere schönsten Kleider aufbügeln lassen und einen Uber organisiert.
Bevor wir am Nachmittag einen Spaziergang antreten, frage ich zur Sicherheit nochmal nach, ob die Reservation auch wirklich geklappt hat. «Welche Reservation? Nein, wir haben den Auftrag nicht erledigt. Ach und das Restaurant mit der Rooftop ist zurzeit eh geschlossen».
Wieder einmal zurück zum Start😏.
Sonntag, 25.01.2026:
Hallöchen👋🏻
Guten Wochenstart wünsche ich Dir💪
Bereits 1/3 der grossen Reise ist hinter uns. Ehrlich gesagt, schleicht sich doch ab und wann die Sehnsucht nach zu Hause ein; eine Umarmung meiner Kinder, Mutter, Freundin, eine Streicheleinheit für unser Busi🥰, aber ich werde es schaffen💪😊. Schliesslich liegen noch viele unbekannte, spannende Abenteuer vor mir, die ich jetzt oder nie erleben darf💃🏼 Also, lass es uns tun👍
Nach einem «grusligen» Kaffeschluck und ein paar Früchtestückchen geht’s auf zum örtlichen Fischmarkt. Es ist bereits um 9h unwahrscheinlich heiss. Der lokale Markt ist täglich ab 5h früh geöffnet und in drei Hallen aufgeteilt. Die Fleisch-, die Gemüse- und zuletzt die Fischhalle.
Danach gings einige Kilometer zu Fuss durch die schöne Altstadt, vorbei an einem Streetfoodfestival, einem traditionellen Umzug, abbruchgefährdenden Häusern oder wunderschönen Kolonialstil-Gebäuden zurück ins Hotel.
Am Abend habe ich in einem nahegelegenen Rooftop einen Tisch reserviert. Nichts ahnend, dass das scheinbar «der» Treffpunkt der hiesigen Instaboys und -girls ist. Wir haben einen Drink genossen und dem Geschehen kurze Zeit zugesehen, bevor wir weiter gezogen sind.
Morgen um 5h ist Tagwach: unsere Reise geht weiter. Die nächsten zwei Wochen werden wir Panama von Westen nach Osten und von oben nach unten durchqueren. Aber eins nach dem anderen: morgen geht’s erstmal mit Inlandflug und Bus nach Boquete.
Boquete liegt im Westen Panamas, eingebettet in die grünen Ausläufer der Provinz Chiriquí, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Costa Rica entfernt. Der kleine Ort schmiegt sich auf rund 1.200 Meter Höhe an die Hänge des Vulkans Barú, dem höchsten Berg des Landes.
Die Durchschnittsjahrestemperatur beträgt 20° und sorgt für ein sehr angenehmes Klima, fast täglich fällt gegen frühen Abend ein wenig Regen der mit einer leichten Brise einhergeht und in seiner Regelmäßigkeit sogar einen Namen bekommen hat: Bajareque (feiner Nieselregen). Da das Klima angenehm ist und die Atmosphäre leicht verschlafen ist, wird Bajo Boquete mittlerweile immer mehr von europäischen und US-amerikanischen Auswanderern als Alterssitz gewählt.
Zahlreiche Unterkünfte und Restaurants bieten die Möglichkeit, länger dort zu verweilen. Ein Wanderweg führt an vielen Kaffeefeldern und -farmen vorbei und zeigt dabei auch die harten Arbeits- und Lebensbedingungen der (fast immer indianischen) Familien und Arbeiter. Wir haben Boquete ausgesucht, weil Roland einen Kaffeeplantagenbesuch auf der To Do Liste hat. Diesem Wunsch werde ich natürlich gerecht und habe für Dienstag eine Tour organisiert.
Tschüüss, bis bald😘
Montag, 26.01.2026
Das war ein lustiger Checkin heute früh: Sogar der Rucksack und wir selber mussten auf die Waage. Kannst Dir ja vorstellen, dass diese Anzeige nicht unbedingt das ist, was FRAU als Erstes am Morgen sehen will nach 2 Wochen Schlendrian😂.
Es wird uns ein Propeller-Flieger nach David bringen.
Wieso steht da ein Mann mit Feuerlöscher neben unserem Flieger beim Startvorgang👀?
Um 8.20h sind wir nach einem guten Flug über die grüne, fast unbewohnte Gegend, in David gelandet.
Die 3/4 -stündige Fahrt mit dem Uber bis zu unserer nächsten Unterkunft war haarsträubend. Die Leute hier kennen scheinbar die Bedeutung des Blinkers und die Notwendigkeit von Abstand zum vorderen Auto nicht.
Bis wir ins Zimmer können, müssen wir uns noch 6 Stunden um die Ohren schlagen. Mal schauen, was Bajo Boquete im Hochland Panamas zu bieten hat😳.
Gross auspacken muss ich heute nicht, denn nach der morgigen Plantagentour werden wir nur kurz unser deponiertes und gepacktes Gepäck in der Unterkunft holen und mit einem vorreservierten Auto quer durchs Gebirge Panamas bis an die Atlantikküste fahren.

Dienstag, 27.01.2026
Hallöchen zuhause👋🏻 ist alles gut bei Dir?
Hier in Baja Boquete leben viele Inkas, sie sind sehr zurückhaltend und freundlich. Ihre Kleider und sonstigen Nähkünste verkaufen sie auf den hiesigen, oft anzutreffenden, Marktständen.
Übrigens (@claudia, liebste Freundin): Adressen für die Postzustellung oder Googlesuche gibt es hier nicht. Es heisst einfach zB: Ich, Jonas Miller, wohnhaft im roten Haus links vom Kaffee Lana😬.
Um 8.30h laufen wir zum Treffpunkt für den Kaffeplantagen-Besuch auf der Finca Casanga.
Die Finca ist etwas ausserhalb von Boquete gelegen. Die familiengeführte Finca zählt zu den kleineren Kaffeeplantagen der Region und ist bekannt für ihren hochwertigen Arabica-Kaffee, der in den kühleren Höhenlagen rund um Boquete wächst.
Auf der Tour mit 8 anderen Interessierten (meist Kanadier oder Amerikanern) erfahren wir, wie aus der Kaffeekirsche Schritt für Schritt die fertige Bohne wird – von der Ernte über Fermentation und Trocknung bis hin zur Röstung. Besonders spannend: Viele Arbeitsschritte erfolgen noch traditionell von Hand, mit viel Wissen und Geduld.
Natürlich darf auch die Degustation nicht fehlen. Verschiedene Röstungen zeigen, wie unterschiedlich Kaffee schmecken kann – je nach Verarbeitung, Höhenlage und Röstgrad. Ein Morgen für alle Sinne: Erde, Duft, Geschmack und Geschichten aus dem Alltag einer panamaischen Kaffeefamilie.
Schnell holen wir unsere deponierten Reisetaschen bei der Unterkunft ab und weiter geht’s mit dem Bus nach Boca del Tores, Isla Frangipanni.
Die Fahrt führt uns über 2 Stunden durch das hüglige Hochland, vorbei an Bananenplantagen, durch den dichten Regenwald bis zu einem kleinen Hafen.
Was für ein tolles Abenteuer: Es erstaunt mich immer wieder, auch nach so vielen Reisen, wie divers unsere Erde ist.
Wir fahren durch neblige Täler, enge, kurvige Strassen bei Regen und durchqueren dabei auch Dörfer wie zB Ngöbe-Buglé. Dort ist die grösste indigene Bevölkerungsgruppe Panamas beheimatet. Ich übermittle Dir im Anschluss Fotos des heutigen Tages gell.
Isla Frangipanni, unser heutiges Tagesziel, liegt im karibischen Bocas-del-Toro-Archipel an der Nordküste Panamas. Die kleine Insel befindet sich in der Nähe von Isla Colón, der Hauptinsel der Region, eingebettet in ein Labyrinth aus grünen Inseln, Mangroven und türkisfarbenem Wasser. Abseits von Trubel und Strassen ist sie nur über den Wasserweg erreichbar – genau das macht ihren besonderen Reiz aus.
Die Bootsfahrt zwischen den Inseln des Archipels bis zu unserem Ziel dauert ca 45 Minuten, während derer ich nicht aus dem Staunen komme: ich bin unendlich dankbar, dass ich diesen Teil der Welt sehen durfte. Wunderschöne, unberührte, fast menschenleere Natur. Einfach nur wow😳🤷♀️
Bei unserer Unterkunft angekommen, fühle ich mich herzlich willkommen und wie im siebten Himmel: ein Zimmer/Suite mit direktem Meerzugang, romantisch und grosszügig eingerichtet und sogar eine Toilette mit Türe😬.
Todmüde und erschöpft von den vielen Eindrücken des heutigen Tages fallen wir frühzeitig ins riiesige, bequeme Bett😴. Ich bin bereits gespannt, wie die Umgebung hier morgen aussieht. Ich erzähls dir dann, oky?
Bis bald aus Bocas, atlantische Seite Panamas😎
Mittwoch, 28.01.2026:
Hoi du,
heute halte ich Dich nicht lange auf. Weil es nicht soo viel zu tun gibt, auf diesem kleinen Paradies als das Geniessen des angebotenen Komforts, des Liegestuhls an der Sonne oder das Schnorcheln im karibischen Meer😎 schicke ich Dir ein paar bildliche Eindrücke und wünsche Dir und mir ein paar erholsame, ruhige Stunden🤗
Oh eins möchte ich Dir aber erzählen😬. Wie gesagt, werde ich hier mit unendlich vielen Annehmlichkeiten verwöhnt. Es ist so, als ob man vor den Feiertagen die Kühlschranktür öffnet und einem die Fülle des Angebots fast umhaut. Aber jetzt bin ich abgeschweift, äxgüsi. Selbstverständlich bittet die momentane Unterkunft auch Roomservice an. Das tolle daran ist, dass der Kellner oder die Kellnerin die zB zwei bestellten Colabüchsen (notabene mit zwei Gläsern) auf einem Tablar balancierend mit dem Fahrrad bringt👀. Was für eine Leistung😳👍☘️💗 (auch wenn Du das als Sportskanone nicht so siehst: für mich als untalentiertestes, aufrecht gehendes Anti-Velo-Lebewesen wäre das ein nie zu erreichendes Ziel).
Donnerstag, 29.01.2026:
Beim gestrigen romantischen Nachtessen im Restaurant, welches auf einem Steg über dem Meer erbaut ist, schwamm doch tatsächlich mehrmals ein Hai vorbei. Zum Gück wusste ich das beim morgendlichen Schnorcheln noch nicht, dass hier das Revier von vier Haien ist.
Trotzdem habe ich heute, Donnerstagmorgen, den «ängstlichen, inneren Schweinehund» überwunden und bin mit dem Kajak raus aufs Meer. Roland im einten und ich im anderen Kajak sind wir friedlich in diesem stillen und wundervollen Ort zwischen den mit Mangroven bewachsenen Inseln hindurch. Bei all den farbenfrohen Fischen, wunderschönen Seesternen und einem kleinen Rochen ging das Bewusstsein an gefährlichere Meeresbewohner fast vergessen.
Morgen steht wieder ein Standortwechsel an: wir wollen auf eine andere Insel dieses grossen Archipells. Die Unterkunft ist organisiert, aber wie wir nach «Red Frog» kommen… das ist die grosse Frage😳. Ich werde Dich wie immer auf diesem Kanal auf dem Laufenden halten😉.
Tschüüss😘
Samstag, 31.01.2026:
Hallöchen liebster LeserIn
Also, die Organisation für die gestrige Weiterreise auf die Insel Bastimentos, Bocas del Toro, war entgegen meiner Aussage, gar nicht so kompliziert😬. Auf unsere Anfrage an der Reception wurde für uns ein Boottransfer organisiert und: schwupps, war das Problem gelöst🤷♀️. Wenn nur alles immer so einfach wäre…
Hier noch ein paar Informationen für Dich über meinen momentanen Aufenthaltsort:
Das Red Frog Beach Island Resort in Panama verdankt seinen Namen den winzigen, leuchtend roten Erdbeerfröschen (Oophaga pumilio) auf der Isla Bastimentos, die seit Generationen von indigenen Völkern für ihre Pfeilgifte genutzt wurden; das Resort selbst ist eine Ansammlung von Ferienhäusern und Lodges in dieser naturbelassenen Umgebung, die eine Mischung aus Dschungel-Erlebnis und Karibik-Strandurlaub bietet, mit Annehmlichkeiten wie Restaurant, Strandbar und einem Minimarkt, den man nach 20 minütigem Fussmarsch durch den Dschungel, findet.
Hier werden wir wiederum für 3 Nächte unsere Reisetasche deponieren und uns umschauen.
Über die Hälfte der hiesigen Bewohner sind Chibchas, also Ureinwohner (auch Indogene genannt) und ca. 30% Afropanamenos, die während der spanischen Herrschaft als Sklaven aus Afrika hergeführt wurden. Eine interessante, kulturelle Mischung, die es zu erfahren gilt🤔.
Wie immer, werde ich Dich über kommende Erlebnisse, Begegnungen informieren.
Was für Gegensätze, wahnsinnig. Auf Isla Bastimento sind wir Moskitos ausgesetzt, begegnen Schlangen auf dem Weg zum Meer und es wird darauf hingewiesen, nicht ins Hauptdorf zu spazieren; zu gross ist die Gefahr eines Überfalls auf dem Weg durch den Dschungel.
Wir werden hier mit einfachem Frühstück und Abendessen verwöhnt. Dieses nehmen wir an einem langen Tisch mit anderen Reisenden ein. Zwischen dem Salat und dem feinen Hauptgang entwickeln sich interessante Gespräche unter uns Gästen. Hat doch jedes Grüppchen seine eigene, spannende Anreise- und Hintergrundsgeschichte.
Die vielen, neuen Eindrücke fordern ihren Tribut und wir versuchen bald unter dem Moskitonetz, mit laufenden, lauten Ventilatorengeräuschen und den unüberhörbaren, unbekannten Geräuschen aus dem uns umringenden Regenwald ein wenig Schlaf zu finden.


Sonntag, 1. Februar 2026:
Weisst Du, wie der frische Fisch oder der Lobster hier geliefert werden?
Ein kleines Fischerboot, kaum seetauglich, nähert sich der Meeresbrandung. Ein Mann springt samt Kleidern ins Wasser, kämpft sich durch die hohen Wellen ans Land und spaziert seelenruhig zum hiesigen, kleinen Restaurantbetrieb. Nach ein pasr Minuten kehrt er mit einem leeren Plastiksack zurück aufs Boot. Dort wird von ihm und seinem Bootsbegleiter der Plastiksack mit frisch gefangenem Lobster gefüllt. Voll bepackt springt der junge Mann erneut mutig in die Wellen und liefert dem Koch die bestellte Seafoodware👀👍.
Regen ist angesagt. Nicht Nieselregen sondern waschechter Regenwald-Dschungel-Flutregen mit Hochwasser-Warnung. Keine Sorge: auch hier sind die Unterkünfte auf Stelzen gebaut. Und wenns uns langweilig würde, bleibt uns noch der Billard- oder Pinpongtisch zum Zeitvertreib. Vom Baden im Meer wird dringend abgeraten, viel zu hoch sind die Wellen. Morgen Montag soll es sogar noch schlimmer werden. Ausgerechnet an unserem Reisetag, wo wir mit dem Boot weiterfahren müssen😳🙏🏼.
Aber noch ist nicht aller Tage Abend; es ist auch morgen noch genügend Zeit, sich Sorgen zu machen.
Hier, in dieser Wildnis, sollte man wirklich mit allen Arten Begegnungen rechnen. Nachts, auf dem Weg ins «Kabäuschen» begnet man Eidechsen, im Lavabo findet man am Morgen kleine Tierspuren, das Citronellöl soll vor den Sandmücken schützen, die nicht ausschliesslich im Sand leben (!) uvm. Das sind die Situationen, bei welchen ich mich gedanklich blitzartig ins Yoga-Territorium bewege und ausklinke😂.
Übrigens: den berühmten roten Frosch haben wir heute mehrmals angetroffen. Als sich die Regenschleusen heute eine zeitlang schlossen, nutzten wir die Gelegenheit, um zum kleinen Minimarkt zu spazieren. Wir brauchten noch Wasser fürs Zimmer und die morgige Reise. Dabei sind wir dem kleinen Tierchen, welches der Namensgeber dieser Insel ist, ein paarmal über den Weg gelaufen.
Jetzt heisst es einmal mehr: packen. Beim nächsten Stopp ist wieder einmal die Suche nach einer Wäscherei oberste Priorität😬.
Die Reise geht weiter, noch eine, letzte Station im Archipel Bocas del Toro: Isla Colon.
Nach der ruhigen, naturbelassenen Isla Bastimentos besuchen wir Isla Colón, dem lebendigen Zentrum von Bocas del Toro. Hier schlägt das Herz des Archipels. In Bocas Town reihen sich bunte Holzhäuser aneinander, Boote kommen und gehen, Cafés, kleine Läden und Restaurants sorgen für Bewegung und Geräusche. Bin gespannt, was dort für Erlebnisse auf uns warten.
Montag, 2. Februar 2026:
Was für eine Nacht: Der Regen hat sich noch mehr verstärkt, was ich eigentlich nicht für möglich gehalten hätte. Unglaublich, wie das stundenlang lautstark auf die Dächer prasselte, so dass an Schlafen kaum zu denken war. Dazu kam noch, dass ich immerzu an die heutige Überfahrt mit dem Boot denken musste. Ja, ja, ich höre es schon wieder: die testrogengesteuerte Menschen kennen diese Ängste natürlich nicht (und wenn, dann nur «inoffiziell»😬).
Jetzt ist späterer Nachmittag und ich bin so froh, gut in Bocas angekomnen zu sein. Zwischendurch hatte es doch bedenklich hohe Wellen gegen die unser einfaches Fischerboot zu kämpfen hatte. Über 3 Meter hoch waren die pazifischen Sturmwellen (offiziell bestätigt) auf meinem Weg. Also so unbegründet waren meine Ängste nicht🥹.
Die unbezwingbare Kraft der Natur beeindruckt mich immer am meisten beim Element Wasser.
Der Weg zu unserer Unterkunft wurde durch die hohen Wellen, welche gegen den Steg schlugen, unpassierbar, vorallem mit unserem Gepäck. Wir folgten der Eigentümerin über einen Alternativweg, den man wirklich nur mit tadellosem Gleichgewichtssinn begehen kann, und gelangten so endlich in unser nächstes, hübsches Cottage. (Erklärende Bilder schicke ich Dir anschliessend gell).
Kurz ein Rundum-Blick, Tagesrucksack packen und schon machen wir uns auf den Weg, um unsere neue Umgebung kennenzulernen. Es gilt auch, die 15 Minuten Trockenzeit auszunutzen. Wir laufen, noch ziemlich orientierungslos, umher, überwältigt von wiederum neuen Eindrücken. Mal scheint der Weg unpassierbar oder nur mit Schwimmweste begehbar, mal sind wir im Nirgendwo. Es werden bestimmt spannende Tage auf uns zukommen.
Nach einigem Umherirren entscheiden wir uns einen Supermarkt anzusteuern und einzukaufen für das Cottage.
Yes😎😬 Endlich gibt es wieder feines Essen von meinem Lieblingskoch (danke🥰). Wir versuchen uns mit den vorhandenen, minimalistischen Küchengeräten Pasta mit Bolognese zuzubereiten. Die gekaufte Flasche Wein unterstützt uns dabei.
Was die nächsten zwei Tage auf uns zukommt? Bestimmt kein Schnorcheln und Sonnen im karibischen Meer. Das Wetter zeigt sich weiterhin seehr nass, stürmisch und atypisch.
Dienstag, 3.02.2026:
Wieder eine schlaflose Nacht hinter mir. Das Wetter spielt verrückt. Seit über 10 Jahren hat es nicht mehr so gestürmt, erzählt uns der Bed and Breakfast-Betreiber. Lange bin ich wach gelegen, habe den hohen Wellen zugeschaut, welche direkt um und unter unser Häuschen mit dem stürmischen Wind «gespielt» haben.
Irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen.
Der Weg zum Frühstücksraum führt über einen vom Salzwasser zerfressenen Holzsteg mit deutlich überhöhter Abenteuerquote.
Ich prüfte die Windstärke, studierte den Rhythmus der Wellen und machte mich dann – nach sorgfältiger Risikoabwägung – wagemutig auf den Weg. Nicht aus Abenteuerlust, sondern einzig und allein, weil ich meine Wäsche gleich beim kleinen Restaurant abgeben muss😬.
Heute Abend werden wir ins Zentrum spazieren und uns ein wenig umsehen (sofern es nicht zu sehr regnet).

Mittwoch, 4.2.2026:
Hallöchen mein lieber LeserIn,
wie geht es Dir? Ich bin auf jeden Fall und ehrlich gesagt froh, ist der Monat Februar angebrochen und die Zeit bis zu unserem Wiedersehen zeichnet sich langsam aber sicher am Horizont ab👍😊; Du fehlst mir. Halt Dir biiitte ein Zeitfenster unser Wiedersehn frei🤗😍.
Die Abenteuer machen immer noch hungrig auf weitere Erlebnisse, aber das Heimweh nimmt überhand an🫣.
Was sagst Du? Ob wir gestern Abend entspannt das Dorf erkunden konnten? Fast; denn nach dem feinen Abendessen ging es weiter mit dem uns seit Wochen bekannten Regenprogramm. Und das bedeutet hier, wie Du weisst, gleich ziemlich viel Wasser auf den Strassen und Gehwegen. Also war nichts mit Ausgang oder Barbesuch, sondern im strömenden Regen ein Taxi suchen, das uns zur Unterkunft bringt. Die Strassen haben hier keine Beleuchtung, die Trottoirs (wenn vorhanden) verlaufen im Dunkeln über Gullis ohne Deckel und sonstigen Unwegsamkeiten, die man mit einer Taxifahrt vorsorglich vermeiden kann. Die Fahrt kostet 4 US-Dollar und das ist uns unsere Sicherheit allemal wert.
Stell Dir das vor: heute ist ein trockener Tag💃🏼😎, bewölkt und ziemlich «tüppig". Schwimmen steht trotzdem nicht auf dem Programm. Wir organisieren unsere Weiterreise vom Freitag und versuchen uns für morgen einen Quad oder ähnliches für einen Inselrundgang zu reservieren.
Am Abend unternehmen wir einen Spaziergang über den "internationalen" (!) Flughafen vor Ort, den das Stadtzentrum ist direkt über die Landepiste erreichbar, wo einheimische Kinder und Jugendliche abends Fussball spielen.
Wir gönnen uns ein örtlich bekanntes Nachtessen kurz bevor wieder der Regen das Regime übernimmt. Übrigens: Liegengebliebenes oder übriges Essen von den Restaurantbesuchern, darf nach deren Einwilligung, an hiesige Bedürftige weitergegeben werden. Das finde ich eine äusserst fortschrittliche, soziale Komponente in diesem sonst leider noch rückständigem System.
Aber, ich muss auch gestehen, ich bin eine verwöhnte Schweizerin und es sind so Kleinigkeiten, wie das Toilettenpapier in die WC-Schüssel zu werfen, 5cm Platz für Duschmittel in der engen Duschkabine (und ich rede nicht von Warmwasser; wohlgemerkt😳)vom Haareföhnen spreche ich hier gar nicht: das ist absoluter High-Class-Luxus, der mir «bodenständigen» Aargauerin vorenthalten ist und mir in den Ferien ziemlich egal ist. Es regnet sowieso die meiste Zeit, wenn nicht, dann übernimmt der stürmische Wind diese Aufgabe und sorgt dafür, dass es ziemlich schwierig ist, vorne und hinten vom Kopfteil zu unterscheiden😂. Who cares??
Uih, fast vergessen zu erzählen: Heute ist uns tatsächlich einer der "Red Frog Surfer-Männer" über den Weg gelaufen. Das war ein überraschender und positiver Moment.
Pfuus guet😘
Donnerstag, 5.02.2026:
Hallöchen😊
Ich habe mich mal informiert über das Wetter, Klima etc. weil ich mich ja zwischendurch darüber beklage. Dabei bin ich auf einen aktuellen Zeitungsbericht gestossen, der darüber informiert, dass der Klimawandel Schuld daran ist, dass der «el nina» untypischerweise seit Wochen über die von uns bereisten Gebiete herrscht und Wirbelstürme und Überschwemmungen hervorruft. Dies soll sich erst gegen Ende März abschwächen. Es liegt also nicht daran, dass ich ein «Jammeri» wegen des fast durchgehenden Tiefs bin, sondern an der Abnormalität der Wetterlage (siehe angehängtes Foto des Zeitungsausschnitts).
Heute ist der letzte Tag in Bocas del Toro und wir haben uns mit einem überdachten Quad ein paar Stunden auf einen Inselausflug begeben.
Zuerst stand der Besuch des Museums über die Geschichte der Plastikflasche an. Das Museum ist aus tausenden, eingesammelten Plastikflaschen gebaut. Es würde meinen Blog sprengen, hier die einzelnen, spannenden Hintergründe zu erzählen. Deshalb nur ein paar Informationen. Mit dem Eintritt von 5 Dollar werden Einwohner dazu animiert Petflaschen zu sammeln und zu retournieren. Dafür erhalten sie Lebensmittelpakete. Ziel ist die Verschmutzung der Ozeane, Vergiftung der Meerestiere etc. zu minimieren. Dieses Projekt ist ein minimalster Anfang für diese ökologische Idee, denn es gibt auf dieser Insel zB. keine öffentlichen Abfalleimer, alles wird einfach auf den Boden geworfen; es gibt keine Kehrichtverbrennung: der Abfall wird unsortiert auf einem Grundstück gelagert und stinkt erbärmlich kilometerweit. Es ist wirklich unwahrscheinlich entsetzlich: die hiesigen Politiker unternehmen rein gar nichts gegen diese Umweltverschmutzung.
Danach gings weiter Richtung Praia Estrella. Dort leben scheinbar viele Seesterne, welche wir bewundern wollten. Der Fussmarsch durch den Dschungel, nachdem wir den Quad parkierten, erforderte jedoch mehr Zeit als eingeplant. Somit sind wir kurz vor dem Ziel und ohne Sichtung der Seesterne mit einem Fischerboot zurück zu unserem Gefährt.
Wie ich Dich ja bereits informiert habe, oder🤔 geht’s morgen mit einer Schifffahrt (es soll morgen natürlich wieder stürmisch sein🫣) und einem Auto-Transfer wieder durch den Regenwald, quer durch Panama, auf die atlantische Seite. Die Insel Palenque, am Golf von Chiriqui, ist unser nächstes Ziel. Dort werden wir wahrscheinlich erst abends eintreffen, wenn in der Schweiz schon längst Schlafenszeit ist.
Ich wünsche Dir darum bereits jetzt eine gute Restwoche und einen tollen Start ins Wochenende😎
Freitag, 6.2.2026:
Das war jetzt definitiv genug: Ich habe die Nase gestrichen voll, von diesem «el Nina». Bis 2 Uhr nachts bin ich wach gelegen und wünschte mir, mich nach Hause beamen zu können. Der Sturm war so schlimm, auch Roli war ausnahmsweise gaanz still und lag wach. Trotz der, vor die Fensterfront gelegten, Frotteetücher fand der starke Regen den Weg durch die Fenster und verteilte sich am Boden unseres Zimmers.
Na ja, irgendwie wurde es zum Glück Morgen und wir waren froh, dass das die letzte Nacht hier war und wir diese unbehelligt hinter uns haben.
Eigentlich wollte ich aufs Frühstück verzichten. Der Gang über die maroden Stege ohne Geländer bei diesen Windstärken? Nein, nicht mein Ding. Da wir aber aus Sicherheitsgründen bereits aufs gestrige Abendessen verzichtet haben und uns heute ein anstrengender Reisetag bevorsteht: musste ich mich überwinden, den Kampf gegen Wind und Wasser aufnehmen und wenigstens ein klein wenig Essen zu mir nehmen.
Der heutige geplante Transfer wieder zurück an den Pazifik gestaltet sich schwierig. Die Bootsüberfahrten und die alternative Flugroute fallen heute alle aus. Wir suchen weiter: hier bleiben bis das Wetter sich ändert und die ganze Organisation der Weiterreise neu überdenken? Nein🙏🏼 Bitte nicht.
Aha, es gibt eine Autofähre an einen anderen Ort auf dem Festland. Hauptsache weg von hier, da sind wir uns einig und versuchen ein Ticket für die Autofähre nach Almirantes zu ergattern. Die nachfolgenden Transfers, Auto und nochmals Schiff, gilt es auch zu ändern… es gibt viel zu tun. Das ist aber auch absolut in Ordnung: es lenkt vom Wirbelsturm auf dem Meer ab☹️.
Gefühlt « Alle» wollen weg von hier😳. Der bestellte Taxi zur Fähre kommt nicht. Wir winken mehreren anderen Taxis bis endlich eines anhält.
Angekommen an der Ferrystelle herrscht Hochbetrieb, es wimmelt von jungen Rucksacktouristen, umherstehender Gepäckstücke, Ticketverkäufer…
Die Boote wollen die plötzlichen trocknen Wetter-Minuten nutzen und das Tagesgeschäft retten.
Für unseren Tripp wird ein grösseres Schiff zur Verfügung gestellt, wegen der hohen Wellen.
Wir haben die Fähre nach Almirante gebucht. Einen Ort, den wir eigentlich vermeiden wollten, wegen öfters auftretenden Aufständen, Strassensperrungen etc. Aber jetzt ist unser primäres Ziel: Ankommen auf dem Festland, egal wo.
In Almirante werden wir von Roco erwartet, der uns sicher durch Nebel und Regen über die Berge an die Pazifikküste fährt. Ein Teilstück der Strasse ist von den herrschenden Unwettern der letzten sechs Tagen abgebrochen und wir haben Verspätung.
Umso mehr bin ich erleichtert, dankbar und froh, am Abend unser nächstes Reiseziel sicher und wohlbehütet erreicht zu haben.
PS: Morgen, 7. Februar, nehme ich mir, wie immer an diesem einzigartigen Tag💗, eine Auszeit und melde mich danach wieder.
Bis dann, liebe Grüsse😘
Sonntag, 8.2.2026:
Wir haben hier eine fantastische Zeit; es ist herrlich, paradiesisch, schön🤗😎
Es scheint wirklich so, als ob die Berge, welche die karibische und pazifische Seite Panamas verbinden, den Regen und die Stürme aufhalten und den Pazifik schützen. Den hier dürfen wir endlich trockenes Wetter, sturmlose Nächte und Schwimmen im Meer geniessen.
Am Samstag haben wir einen Kochkurs besucht und selber Empanadas, Tortillas etc. hergestellt. Also, um das hier richtigzustellen: Roli hat gearbeitet und ich habe die einzelnen Arbeitsschritte fotografisch festgehalten. Das ist ja auch ein wichtiger Beitrag, oder? Wie sonst soll Roli daheim wissen, wie er das Gericht zubereiten muss🤷♀️😂. Nein, im Ernst, Roli hat, unter Anleitung des hiesigen Kochs, sehr feine und anschauliche Gerichte zubereitet👍.
Hier, an diesem fast menschenleeren Strand (einer von sieben auf der Insel) leben unter anderem herzige Sandkugelkrebse, Leguane uvm.
Die Sandkugelkrebse sieben den Sand nach mikroskopisch kleinen Algen und organischen Resten ab. Den „sauberen“ Sand rollen sie zu perfekten kleinen Kugeln und legen sie beiseite, damit sie denselben Sand nicht zweimal fressen.
Das Strahlenmuster, welches ich auch im Sand angetroffen habe, bedeutet: Um sich bei Gefahr blitzschnell in ihre zentrale Höhle zurückziehen zu können, arbeiten sie sich in geraden Linien von ihrem Loch weg vor. So entsteht das faszinierende, sternförmige Design auf dem Sand.
Heute Sonntag sind wir um 7h in der Früh los; wir haben uns für einen Dschungeltrail angemeldet. Dabei treffen wir auf Familien von Brüllaffen. Ich sage Dir, die Warnrufe der Affen, lassen Dich in den Jurassicpark versetzen und die Nackenhaare hochstellen; ziemlich unheimlich. Spannend war der Ausflug alleweil. Voll gestopft mit interessanten Informationen unseres Guides und schönen Eindrücken der gewaltigen Natur gönnen wir uns nach der Rückkehr ein feines Frühstück.
Am Nachmittag versuchen wir die morgige Weiterreise noch fertig zu organisieren (das ist meist nicht soo einfach😳) und begeben uns später noch aufs Boot, um Delphine zu beobachten.
Dieser Ausflug mit dem Boot zu den Delphinen war absolut gigantisch😍. Nach etwa 45 Minuten Bootsfahrt sind wir in einer Bucht auf Dutzende Delphine gestossen, die sich immer paarweise oder (die Teenies der Delphine vorallem) gruppenweise in ihrer ganzen eleganten, schönen und trotzdem verspielten Pracht gezeigt haben. Die richtigen Worte für dieses absolut fantastische Schauspiel fehlen sogar mir, als geübter Schreiber. Aber die Erinnerung daran wird bei mir als romantisches, emotionales Erlebnis gespeichert bleiben.
Jetzt heisst es tschüss, pfuus guet😉
Morgen geht’s zurück mit Boot, Auto, Flieger nach Panama City. Bis bald😘
Montag, 9.2.2026:
FORTSETZUNG DES BERICHTS IN TEIL II.
Aufgrund der vielen Wörter musste ich einen zweiten Teil eröffnen🫣.
Klicke auf den Link um die Reise mit mir zusammen zu beenden:
https://www.woerterdieb.ch/barfuss-durchs-leben-teil-ii/